Ausbildung zur/zum Tiermedizinischen Fachangestellten

von A - Z

Abschluss von Ausbildungsverträgen (DTBl. 1/2008)

Ausbildungsvertrag

Die Geschäftsstelle der Landestierärztekammer sendet Ihnen den Ausbildungsvertrag mit Anlagen gerne per Post zu.

Bitte verwenden Sie nur die Ausbildungsverträge für Tiermedizinische Fachangestellte (erhältlich als Durchschreibsatz über die Geschäftsstelle).

Ausbildungsverträge können nicht als „Download“ zur Verfügung gestellt werden.

  1. Es handelt sich um ein doppelseitiges Vertragsformular mit 3-facher Ausfertigung und mit Durchschreibfunktion, von dem Ausbilder, Auszubildender und Landestierärztekammer jeweils ein Exemplar erhalten.
  2. Des weiteren werden umfangreiche Anlagen versandt. Im Falle des „Downloads“ kann nicht sichergestellt werden, dass der Ausbilder alle Unterlagen ausdruckt.

Daher erfolgt der Versand auf Anforderung

Tel.: 0711-7228632-0,

Fax:  0711-7228632-20,

Mail: info@ltk-bw.de.

Ausfüllen des Ausbildungsvertrags:

Praxisstempel

Bitte versehen Sie den Ausbildungsvertrag auf allen Durchschlägen mit dem Praxisstempel.

Schulabschluss

Bitte tragen Sie den zuletzt erworbenen Schulabschluss des/der Auszubildenden ein.

Ausbildungsbeginn

Bitte beachten Sie bei Ausbildungsbeginn folgende Stichtage:
Ausbildungsbeginn: 01.04.-30.09. = Sommer-Abschlussprüfung bei regulärer Ausbildungszeit von 3 Jahren
Ausbildungsbeginn: 01.10.-31.03. = Winter-Abschlussprüfung bei regulärer Ausbildungszeit von 3 Jahren.

Ausbildungsende

Hier müssen Sie nichts eintragen, da die Ausbildung automatisch endet
- nach Ablauf der Ausbildungszeit von 3 Jahren endet oder
- früher durch das Bestehen der Abschlussprüfung oder
- früher durch Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aufgrund Kündigung oder Aufhebungsvertrags.
 
Wenn Sie hier ein Datum eintragen,dann das, das dem Ablauf nach 3 Jahren entspricht.
Ausbildungsbeginn:    1.6.2015              Ende: 31.5.2018
Ausbildungsbeginn:    1.9.2015              Ende: 31.08.2015
Tragen Sie ein anderes Datum ein, müssen wir den Ausbildungsvertrag an Sie zurücksenden zur Korrektur.
 

Probezeit

Bitte tragen Sie die vereinbarte Probezeit ein (Sie haben die Wahl zwischen 1 und 4 Monaten, vgl. § 1 Nr. 1 AusbV).

Unterschrift

Bitte achten Sie darauf, dass sowohl der Ausbilder als auch der Auszubildende (und evtl. die Sorgeberechtigten bei Minderjährigen) den Ausbildungsvertrag unterschreiben.

 

 

 

Arbeitszeit

„Ausbildungszeit“ ist gesetzlich geregelt

  • im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) dies gilt für alle Azubis + Arbeitnehmer ab 18 Jahre
  • im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) dies gilt für minderjährige Azubis + Arbeitnehmer

Arbeitszeit § 2 Abs. 1 ArbZG: ist die Zeit von Beginn bis Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen

max. tägl. / wöchentl. Arbeitszeit

für Volljährige § 3 ArbZG: maximal 8 h tgl., Mo – Sa = 6 Tage = 48 h, Ausnahmen nur im Rahmen des ArbZG möglich

für Minderjährige § 8 JArbSchG: maximal 8 h tgl., max. 5 Tage = 40 h ( § 15 JArbSchG)

max. Arbeitstage

für Volljährige 6-Tage-Woche
für Minderjährige § 15 JArbSchG: 5-Tage-Woche

 

Arbeitsfreie Tage:

für Volljährige
§ 9 ArbZG Sonn- u. Feiertagsruhe,
Ausn.: § 10 (1)
Nr. 1 wenn Ausbildungspraxis zum Notdienst im Rahmen des gemeinschaftlichen Notdienstes eingeteilt ist
Nr. 12 in einer Tierärztlichen Klinik
Ausgleich: § 11 ArbZG
 
für Minderjährige
§ 16 JArbSchG (1) Samstagsruhe,
Ausn: (2) Nr. 10 iVm (3): wenn Ausbildungspraxis zum Notdienst im Rahmen des gemeinschaftlich organisierten Notdienstes eingeteilt ist
§ 17 JArbSchG (1) Sonntagsruhe,
Ausn.: (2) Nr. 7 iVm (3): wenn Ausbildungspraxis zum Notdienst im Rahmen des gemeinschafltich organisierten Notdienstes eingeteilt ist
§ 18 JArbSchG Feiertagsruhe

 

Ruhepausen (während der tgl. Arbeitszeit)

für Volljährige § 4 ArbZG

für Minderjährige § 11 JArbSchG

Ruhezeit (zwischen Ende der tgl.Arbeitszeit + Wiederaufnahme am nächsten Tag)

für Volljährige: § 5 ArbZG

für Minderjährige:

§ 13 JArbSchG Tägliche Freizeit mind. 12 Stunden

§ 14 JArbSchG Nachtruhe (20 bis 6 Uhr)

s.a. Freistellung: Anrechnung von Berufsschulunterricht auf die Arbeitszeit, Anrechnung der Fahrzeit von Schule zur Praxis auf die Arbeitszeit

Merkblatt Arbeitszeit

Aufhebungsvertrag

Wenn der Auszubildende den Ausbildungsbetrieb wechseln möchte nach Ende der Probezeit und kein Grund für eine fristlose Kündigung (s.u. Kündigung) gegeben ist, kann das Ausbildungsverhältnis nur durch einen Aufhebungsvertrag beendet werden. Eine ordentliche Kündigung ist nicht möglich.

Der Aufhebungsvertrag setzt eine Einigung zwischen Ausbilder und Auszubildendem voraus. Keine Seite ist zum Abschluss verpflichtet.

Der Aufhebungsvertrag kann einen Schadensersatzanspruch auslösen, wenn der andere den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Berufausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird (§ 7 Nr. 5 AusbV).

Ausbildungsberater

Dr. Susanne Arui , Donaueschingen

Dr. Dirk Mahler. Pforzheim

Ausbildungsgenehmigung

Voraussetzung für die Ausbildung ist eine Ausbildungsgenehmigung des Ausbilders und ausreichende Ausbildungskapazität (s.u.)

Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle.

Ausbildungskapazität

Voraussetzung für die Ausbildung ist neben der Ausbildungsgenehmigung (s.o.) des Ausbilders ausreichende Ausbildungskapazität.

Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle.

Ausbildungsnachweis (früher: Berichtsheft)

Ausbildungsnachweis + Hinweise zur Führung des Ausbildungsnachweises

  • werden der Ausbildungspraxis zugesandt mit den Durchschlägen des eingetragenen Ausbildungsvertrags (wenn Sie eine Kopie Ihres Ausbildungsvertrag in Händen haben, hat die Ausbildungspraxis die Unterlagen zum Ausbildungsnachweis erhalten)
  • der Ausbildungsnachweis ist handschriftlich zu führen

Vorlage:

Vorlage bei der Landestierärztekammer

Der Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) ist bei der Anmeldung zur Abschlußprüfung vorzulegen und dazu als Brief oder Päckchen ohne Ordner  an die Landestierärztekammer Baden-Württemberg, Am Kräherwald 219, 70193 Stuttgart, zu senden.

 

Anzahl der Berichte

24 Berichte bis Ende 1. Lehrjahr

48 Berichte bis Ende 2. Lehrjahr

62 Berichte bei Abgabe vor der Abschlussprüfung

72 Bericht bei der praktischen Abschlussprüfung

Diese Anzahl der Berichte gilt für jedes Ausbildungsverhältnis !!!!!

  • bei Beginn am 1.7. genauso wie bei Beginn am 1.9.
  • bei Verkürzung der Ausbildung am Anfang und/ oder am Ende um je 6 Monate: d.h. auch bei Verkürzung müssen bis zur praktischen Abschlussprüfung 72 Berichte geschrieben werden

[Ausn.: => bei Verlängerung der Ausbildung müssen entsprechend mehr Berichte geschrieben werden. Verlängert sich die Ausbildung z.B. um ein Jahr, so müssen für dieses Jahr 24 Berichte zusätzlich geschrieben werden.]

 

Vorlage bei der Praktischen Prüfung

Der Ausbildungsnachweis ist vom Prüfling zur Praktischen Prüfung mitzubringen.

 

Merkblatt 1

Merkblatt 2

 

Ausbildungzeit

Ausbildungszeit:        

*        3 Jahre

Es ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind:
- am Anfang um 6 Monate nach § 8 BBiG wegen Abiturs
- am Ende um 6 Monate wegen guter Noten nach § 9 PrüfungsO TFA LTK BW
 

*        Die Ausbildungszeit muss zurückgelegt worden sein, § 43 Abs. 1 Nr. 1 BBiG, siemuss tatsächlich absolviert werden, d.h. der Zeitablauf allein genügt nicht. Daher ist bei erheblichen Fehlzeiten keine Zulassung zur regulären Abschlussprüfung möglich (-> Fehlzeiten-Regelung).

 
Informationen
zur Verkürzung der Ausbildungszeit am Anfang (§ 8 BBiG) finden Sie hier.
zur Verkürzung am Ende (§ 9 PrüfungsO LTK BW) s.u. Verkürzung wg Notenschnitts.

 

Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit: Formular

Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
  • Durch Zeitablauf: Ausbildungszeit 3 Jahre
  • Durch Bestehen der Abschlussprüfung, § 1 Nr. 2 AusbV: mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses
  • Durch Kündigung: § 7 AusbV: ist nach Ablauf der Probezeit nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich (-> s.u. Kündigung)
  • Durch Aufhebungsvertrag (-> s.u. Aufhebungsvertrag)
Berichtsheft = Ausbildungsnachweis

Berichtsheft ist die alte Bezeichnung, Ausbildungsnachweis die aktuelle Bezeichnung.

Berufsschule

Die Ausbildung zur/zum Tiermedizinischen Fachangestellten ist eine duale Ausbildung, d.h. sie erfolgt sowohl in der Ausbildungspraxis als auch in der Berufsschule. Der Besuch der Berufsschule ist Pflicht, sowohl für minderjährige als auch volljährige Auszubildende.

-> s.u. Freistellung

-> s.u. Fehlzeiten-Regelung

Berufsschulorte:

Aulendorf, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen

Einstiegsqualifizierung (EQJ)

 

  • Warum und wieso?

EQ-Praktika/EQJ-Praktika = Einstiegsqualifizierung/-sjahr

-> sollen Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit schlechtem Schulabschluss die Fähigkeiten vermitteln, die zur erfolgreichen Absolvierung einer ausbildung erforderlich sind

-> dienen der Vorbereitung auf die Ausbildung zur/zum Tiermedizinischen Fachangestellten

  • Für wen?

gibt es für Jugendliche ohne Schulabschluss und

Jugendliche mit einem schlechten Schulabschluss (Hauptschule)

  • Die Absolvierung des EQ-Praktikums führt nicht automatisch zu einem Ausbildungsplatz.
  • Die Absolvierung des EQ-Praktikums führt nicht zur Verkürzung der Lehrzeit.

Weitere Informationen enthält unser Merkblatt EQJ (s.u. zum Download), das wir gerne auch per eMail versenden.

 

Merkblatt

Vertrag

Ende des Ausbildungsverhältnisses

Das Ausbildungsverhältnis endet

  • nach Ablauf der 3-jährigen Ausbildungszeit (Ausnahme: Ausbildungszeit aufgrund erheblicher Fehlzeiten nicht absolviert, s.u. Fehlzeiten-Regelung) -> der Termin für die AP kann daher nach Ende der 3-jährigen Ausbildungszeit liegen
  • oder früher -> am Tag der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses durch den Prüfungsausschuss, vgl. § 1 Abs. 2 AusbV
  • oder durch Kündigung (s.u. Kündigung + Wechsel des Ausbildungsplatzes)
  • oder durch Aufhebungsvertrag (s.u. Aufhebungsvertrag + Wechsel des Ausbildungsplatzes)
Fehlzeiten-Regelung

Auszubildende dürfen bei einer Ausbildungszeit von 3 Jahren

bei einer 6-Tage-Woche: max. 26 Tage in der Berufsschule und/oder 75 Tage in der Praxis fehlen,

bei einer 5-Tage-Woche: max. 26 Tage in der Berufsschule und/oder 58 Tage in der Praxis fehlen.

Bei Verkürzung der Ausbildungszeit verrringert sich die Zahl der max. Fehltage entsprechend.

  • Der Grund für die Fehlzeit ist unerheblich, d.h. es ist unerheblich, ob die Fehlzeit auf Krankheit beruht oder etwas anderem, und es ist unerheblich, ob die Fehlzeit z.B. mit Krankmeldung entschuldigt ist oder nicht.
  • Bei Überschreitung der Fehlzeiten ist eine Zulassung zum regulären Prüfungstermin nicht möglich!

-Fehlzeit 27 Tage in der Berufsschule -> keine Zulassung
-Fehlzeit 76 Tage bzw. 59 Tage  in der Praxis -> keine Zulassung
-Fehlzeit 27 Tage in der Berufsschule und 76 Tage bzw. 59 Tage in der Praxis -> keine Zulassung

Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre und muss tatsächlich absolviert werden, d.h. der Zeitablauf allein genügt nicht. Daher ist bei erheblichen Fehlzeiten keine Zulassung zur regulären Abschlussprüfung möglich.

Die Ausbildungszeit endet nach 3 Jahren (oder früher am Tag der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses durch den Prüfungsausschuss, vgl. § 1 Abs. 2 AusbVertrag).

Freistellung

Die Auszubildenden sind gem. § 2 j) Ausbildungsvertrag (§ 15 BBiG) freizustellen für die Teilnahme

  1. am Berufsschulunterricht,
  2. an der Zwischenprüfung,
  3. an der Abschlussprüfung und an dem Arbeitstag, der der schriftlichen AP unmittelbar vorausgeht.

-> Freistellung bedeutet:

1. Anrechnung der Freistellungszeiten auf die Arbeitszeit (s.o.)

1.1 § 9 Abs. 2 Nr. 1 (iVm Abs. 1 Nr. 2): bei minderjährigen Auszubildenden

an einem Berufsschultag mit mehr als 5 h à 45 Minuten, einmal pro Woche: 8 h

1.2 § 9 Abs. 2 Nr. 3: im übrigen (= für volljährige Azubis + für minderjährige Azubis an einem anderen Berufsschultag)

die Unterrichtszeit einschließlich der Pausen

1.3 Fahrtzeit: von der Berufsschule zur Praxis und umgekehrt (nicht anrechenbar: Fahrtzeit von zuhause zur Berufsschule oder Praxis und umgekehrt)

2. Entlohnung der Freistellungszeit als Arbeitszeit

Kündigung, § 7 AusbV iVm § 22 BBiG

1. Während der Probezeit

Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Seiten ohne Einhaltung einer Frist und ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden, vgl. § 7 Nr. 1, Nr. 3 AusbV.

2. Nach Ende der Probezeit

2.1 Fristlose Kündigung: kann von Ausbilder und Auszubildendem aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist erfolgen (Wechsel des Ausbildungsbetriebes ist kein wichtiger Grund).

Die fristlose Kündigung muss schriftlich erfolgen (§ 7 Nr. 3) und den Kündigungsgrund nennen. Der Kündigungsgrund darf dem Kündigenden nicht länger als 2 Wochen bekannt sein, § 7 Nr. 4 AusbV.

Die fristlose Kündigung kann einen Schadensersatzanspruch auslösen, wenn der andere den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird (§ 7 Nr. 5 AusbV).

2.2 Kündigung des Auszubildenden mit einer Frist von 4 Wochen, wenn er die Ausbildung zur/m Tiermed. Fachangestellten aufgeben will (das ist dann nicht gegeben, wenn Sie nur den Ausbildungsbetrieb wechseln möchten).

Diese muss schriftlich erfolgen (§ 7 Nr. 3) und den Kündigungsgrund nennen (§ 7 Nr. 3).

Minderjährige Auszubildende

Arbeits-/Ausbildungszeit: s.o.

Ärztliche Untersuchung, Nachuntersuchung (Jugendarbeitsschutzgesetz):

Minderjährige Auszubildende (Auszubildende, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben) haben nach § 33 JArbSchG ihrem Arbeitgeber ein Jahr nach der Aufnahme der Beschäftigung eine Bescheinigung über die ärztliche Nachuntersuchung vorzulegen. Diese Nachuntersuchung darf nicht länger als drei Monate zurückliegen. Der Arbeitgeber sollte den Jugendlichen neun Monate nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nachdrücklich auf den Zeitpunkt, bis zu dem der Jugendliche die ärztliche Bescheinigung vorzulegen hat, hinweisen und ihn auffordern, die Nachuntersuchung bis dahin durchführen zu lassen.

Legt der Jugendliche die Bescheinigung nicht nach Ablauf eines Jahres vor, hat ihn der Arbeitgeber innerhalb eines Monats unter Hinweis auf das Beschäftigungsverbot schriftlich aufzufordern, ihm die Bescheinigung vorzulegen.

Probezeit

Sie haben die Wahl zwischen 1 und 4 Monaten, vgl. § 1 Nr. 1 AusbV (s.o. Abschluss von Ausbildungsverträgen).

Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Seiten ohne Einhaltung einer Frist und ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden, vgl. § 7 Nr. 1, Nr. 3 AusbV. ( s.o. Kündigung).

Schlichtungsausschuss

zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden

Gemäß § 9 des Berufsausbildungsvertrages ist bei etwaigen Streitigkeiten aus einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis vor Inanspruchnahme des Arbeitsgerichts der nach § 111 Abs. 2 des Arbeitsgerichtsgesetzes (ArbGG) errichtete Ausschuss anzurufen.

Auszug aus der Verfahrensordnung des Schlichtungsausschusses:

„§ 6      Antrag

1.         Der Ausschuss wird nur auf Antrag des/der Auszubildenden oder des/der Ausbildenden bzw. deren Bevollmächtigten § 8) tätig. Ist ein Beteiligter minderjährig, so kann der Antrag nur von den gesetzlichen Vertretern gestellt werden.

2.         Der Antrag ist bei der Geschäftsstelle der Kammer schrift­lich einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu geben.

3.         Der Antrag soll enthalten:

3.1          Die Bezeichnung der Beteiligten (Antragsteller und Antragsgegner),

             3.2          ein bestimmtes Antragsbegehren,

             3.3          eine Begründung des Antragsbegehrens,

             3.4          notwendige Beweismittel, z.B. Ausbildungsverträge, Tarifverträge oder sonstige schriftliche Vereinbarungen.“

Tarifvertrag

Zur Zeit gelten die Tarifverträge von 2014.

Tarifverträge werden zwischen dem VmF e.V. (siehe: Verband medizinischer Fachberufe e.V.)  und dem bpt e.V. abgeschlossen.

Die Tarifverträge finden nur dann automatisch Anwendung auf Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse, wenn die Fachangestellte Mitglied im VmF ist und der Arbeitgeber im bpt.

Ansonsten muss die Anwendung der Tarifverträge ausdrücklich im Ausbildungs- und Arbeitsvertrag vereinbart werden.

Beim Ausbildungsvertrag finden die Tarifverträge gem. § 10 Nr. 1 (Rückseite des Ausbildungsvertrags) Anwendung, soweit im Ausbildungsvertrag keine Regelungen getroffen wurden:

d.h.,

wenn unter D, E oder F keine Eintragungen erfolgt sind, gelten die Regelungen des Tarifvertrags:

Beispiel: wird während der Ausbildungszeit ein neuer Tarifvertrag geschlossen, der eine höhere Ausbildungsvergütung enthält, hat die/der Auszubildende Anspruch auf die höhere Ausbildungsvergütung ab Geltung des neuen Tarifvertrags

d.h.,

wenn unter D der Betrag der monatl. Ausbildungsvergütung angegeben ist, liegt eine Regelung vor für die gesamte Dauer des Ausbildungsverhältnisses. Diese ändert sich nicht durch eine Tarifvertragsänderung.

Wechsel des Ausbildungsplatzes

Nach Ablauf der Probezeit kann ein Ausbildungsverhältnis nur durch Kündigung (s.o.) oder einen Aufhebungsvertrag (s.o.) beendet werden. Der Wunsch, das Ausbildungsverhältnis in einer anderen Praxis fortzusetzen, ist kein Grund für eine fristlose Kündigung.

Erfolgt ein Wechsel des Ausbildungsplatzes ist ein neuer Ausbildungsvertrag abzuschließen und der Kammer gemeinsam mit dem Nachweis über die Beendigung des vorangegangenen Ausbildungsvertrags vorzulegen. Ohne den Nachweis über die Beendigung des vorangegangenen Ausbildungsvertrags kann der neue Ausbildungsvertrag nicht anerkannt werden.

Weiterbildung

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. bittet Arbeitnehmer und Arbeitgeber um Teilnahme an einer Umfrage zum Qualifizierungsbedarf Tiermedizinischer Fachangestellter.

Sie finden die Umfrage und weitere Informationen dazu unter diesem Link.

 

Verkürzung der Ausbildungszeit wegen Notenschnitts

Auszubildende, die wegen Erreichen eines bestimmten Notenschnitts die Ausbildung verkürzen möchten, werden gebeten, den formlosen Verkürzungsantrag mit der schriftlichen Zustimmung des Ausbilders und Beifügung einer Kopie des Zeugnisses unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb von drei Wochen nach Kenntnis der Note der ZP, bei der Kammer einzureichen.

Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit: Formular

Verband medizinischer Fachberufe e.V.

www.vmf-online.de

Dies ist die Gewerkschaft der Tiermedizinischen Fachangestellten, der Medizinischen und der Zahnmedizinischen Fachangestellten sowie der Auszubildenden.

Der VmF vertritt die Interessen der Tiermedizinischen Fachangestellten z.B. bei den Tarifverhandlungen mit dem bpt (Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.).

Die Tarifverträge finden nur dann automatisch Anwendung auf Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse, wenn die Fachangestellte Mitglied im VmF ist und der Arbeitgeber im bpt.

Ansonsten muss die Anwendung der Tarifverträge ausdrücklich im Ausbildungs- und Arbeitsvertrag vereinbart werden.