Wühltischwelpen

In der Praxis zeigt sich ein Trend, dass immer mehr Tierhalter ihr neues Haustier, oft zu Billigstpreisen, im Internet bestellen. Die LTK BW kritisiert diese Entwicklung, insbesondere beim Handel von Katzen- und Hundewelpen.

Aus der Erfahrung in den Tierarztpraxen zeigt sich, dass diese Welpen aus tierquälerischer Zucht stammen. Sie werden meistens zu früh von der Mutter getrennt, über weite Strecken transportiert und sind häufig schwer erkrankt. Daher werden diese Welpen oft schnell nach dem Kauf beim Tierarzt vorgestellt, da der neue Besitzer merkt, dass „etwas“ mit dem neuen Familienmitglied nicht in Ordnung ist. Oft ist eine Behandlung über Wochen notwendig. Die daraus resultierenden hohen Tierarztkosten bewirken, dass das vermeintliche „Schnäppchen“ schnell teurer wird als ein Hund aus seriösen Händen. Dies kann den neuen Tierhalter schnell an seine finanziellen Grenzen bringen. Noch dazu weisen viele Hunde als Folge der schlechten Aufzuchtbedingungen Verhaltensstörungen auf oder bringen, z.T. auch auf den Menschen übertragbare, Krankheiten mit ins neue Heim.

Die LTK BW spricht sich deshalb dafür aus, nur Welpen von seriösen Züchtern und Tierschutzorganisationen zu übernehmen, denen das Wohl der Tiere am Herzen liegt. Auch Käufe, um einen Welpen vom Hundehändler zu „retten“ sind als kritisch zu betrachten, da man damit die Vermehrung aus schlechter Hundehaltung unterstützt. Als Zeichen gegen unseriöse Hundezucht und Welpenhandel ist die LTK BW offizieller Unterstützer der Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“.

Hintergrund: Die Arbeitsgruppe „Welpenhandel“ wurde von Tierschutz- und Hundefachverbänden sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz und der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und –therapie gegründet. Die Website der Arbeitsgemeinschaft, die auch eine Checkliste für den sicheren Welpenkauf liefert, finden Sie hier.

Bitte beachten Sie auch die Einfuhrbestimmungen:

Die Einreise von Welpen ist seit 29.12.2014 aufgrund des geforderten Tollwut-Impfschutzes aus gelisteten Drittländern frühestens im Alter von 15 Wochen möglich, bei der Einreise aus einem nicht gelisteten Drittland frühestens im Alter von 7 Monaten, vgl. BMEL