Pferde mit Narkolepsie gesucht

23. September 2018

Narkolepsie ist eine selten auftretende neurologisch bedingte Schlaf-Wachstörung, die beim Menschen u.a. durch die sogenannte narkoleptische Tetrade gekennzeichnet ist. Hierzu gehören exzessive Tagesschläfrigkeit, Halluzinationen, Schlaflähmungen und kataplektische Anfälle (emotionsbedingt auftretender kurzzeitiger Verlust des Muskeltonus ohne Bewusstseinstrübung). Die Kataplexien bei Menschen und Hunden werden stets durch starke positive Emotionen ausgelöst.

Bei Pferden ist die Narkolepsie kaum erforscht. Die meisten Pferde mit der Diagnose Narkolepsie leiden unter Kollapsen aus dem Ruheverhalten heraus und somit an einem REM-Schlafmangel und nicht an einer echten Narkolepsie.

Im Zuge des Forschungsprojektes zum Schlafverhalten von Pferden werden am Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung der LMU in München Pferde mit echter Narkolepsie gesucht. Ziel ist es das Schlafverhalten der Tiere mittels eines mobilen Schlaflabors zu untersuchen und Verhaltensbeobachtungen zu machen.

Bei Pferden scheint die Narkolepsie erblich zu sein.  Die Anfälle sind affektiv ausgelöst und können zum kompletten Niedergehen führen. Bei den betroffenen Tieren handelt es sich in den meisten Fällen um junge Tiere oder Fohlen.

Kontakt:

Dr. Anna-Caroline Wöhr, Dr. Christine Fuchs

Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung

Ludwig-Maximilians-Universität München

Veterinärstr. 13, 80539 München

www.tierhyg.vetmed.uni-muenchen.de

woehr@lmu.de, christine.fuchs@lmu.de

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